Kurz gesagt: Ein Geschenk, das den Interessen des Kindes folgt, basiert darauf, was das Kind selbst wählt und wozu es immer wieder zurückkehrt. Eine persönliche Musikgeschichte zeigt, wie der Geschmack der Kinder die Eltern zu Musik und kulturellen Erlebnissen führte, die sie selbst nie gewählt hätten, und sie lehrte, weniger zu urteilen.
- Achten Sie bei der Geschenkauswahl auf die eigenen Entscheidungen des Kindes und die Interessen, zu denen es zurückkehrt.
- Kinder müssen Musik oder andere Erlebnisse nicht danach beurteilen, was die Eltern für "cool" oder wertvoll halten.
- Der Geschmack der Kinder kann den Eltern helfen, neue Musik zu entdecken und bereits bekannte neu zu bewerten.
- In der Erfahrung des Autors beeinflussten die Musikauswahl der Kinder die Streaming-Bibliothek und Algorithmen, die Eltern sowie Musik von Sportereignissen.
- Der musikalische Weg der Kinder gehört ihnen; er muss weder die Erfahrung noch den Geschmack der Eltern kopieren.
Ein Geschenk, das den Interessen des Kindes folgt, basiert darauf, was das Kind selbst wählt, nicht nur darauf, was Sie für eine gute Wahl halten würden. Manchmal zeigt sich das auch bei einer ganz gewöhnlichen Autofahrt mit der Familie.
Ein Geschenk, das den Interessen des Kindes folgt, basiert darauf, was das Kind selbst wählt und wozu es immer wieder zurückkehrt. Eine persönliche Musikgeschichte zeigt, wie der Geschmack der Kinder die Eltern zu Musik und kulturellen Erlebnissen führte, die sie selbst nie gewählt hätten, und sie lehrte, weniger zu urteilen.
In St Kilda fuhr die Familie des Autors mit offenen Fenstern eine belebte Straße entlang, und alle sangen laut Make Me Lose Control von Eric Carmen. Bei dieser Vorstellung kamen dem Autor die Verlegenheiten seiner eigenen musikalischen Vergangenheit in den Sinn: Was hätte sein früheres Ich, das sich für einen Musikexperten hielt, über diesen Moment gedacht? In einem Kommentar für The Guardian beschreibt der Autor die Familienfahrt und das gemeinsame Singen des Liedes von Eric Carmen.
Eine solche Erinnerung ist auch eine passende redaktionelle Erinnerung bei der Geschenküberlegung: Das Interesse des Kindes muss nicht wie etwas aussehen, das Sie selbst gewählt hätten. Die Erfahrung des Autors ist keine Kaufanleitung. Sie ist eine persönliche Geschichte darüber, wie ihn die Kinder lehrten, mit weniger Vorurteilen zu hören.
Was verrät Ihnen ein Geschenk über die Interessen des Kindes?
Wenn Sie über ein Geschenk nachdenken, achten Sie darauf, was das Kind selbst auswählt und wohin es immer wieder zurückkehrt. Sein Interesse muss weder Ihrem Geschmack entsprechen noch Ihrer Vorstellung davon, was ihm Spaß machen sollte.

Als redaktionelle Hilfestellung können Sie sich einfache Fragen stellen: Was wählt das Kind, wenn es die Wahl hat? Worüber beginnt es von sich aus zu erzählen? Zu welcher Aktivität oder welchem Thema kehrt es zurück? Diese Fragen sind keine Empfehlung aus dem Text des Autors. Sie helfen nur, die Aufmerksamkeit auf die eigenen Entscheidungen des Kindes zu lenken, anstatt Ihre Vorstellungen hineinzuprojizieren.
Der Autor beschreibt sich selbst als ehemaligen Musik-Snob. Die Kinder führten ihn zu Musik, die er selbst nicht gewählt hätte, aber auch zu Ballett, mittelalterlichen Festen und der Aufführung Gruffalo. Sie mussten ihn nicht zu einem Enthusiasten für jede dieser Dinge machen. Es genügte, dass ihre Interessen ihm Türen zu Erlebnissen öffneten, die er sonst umgangen hätte.
Warum wählen Kinder manchmal Musik, die Eltern nicht erwarten?
Laut dem Autor haben Kinder keinen angeborenen Kompass dafür, was „cool" und was peinlich ist. Oft wählen sie einfach das, was ihnen Spaß macht. Ihre Wahl muss daher nicht den elterlichen Vorstellungen entsprechen, was sich zu hören lohnt.

Als die Kinder den Aufnahmen von Play School entwachsen waren, konnten sie in örtlichen Secondhand-Läden CDs für den heimischen Player aussuchen. Unter ihren Funden war auch die Acht-CD-Box Best of the 80s. Der Autor schätzte den Pop der Achtziger bis dahin nicht besonders, doch nun hörte er diese Musik zu Hause – weil seine Kinder sie gewählt hatten.
Die Auswahl war kein Beweis dafür, dass allen Kindern dieselbe Musik gefällt. Sie zeigte jedoch, dass die Wahl der Kinder in der Familie Raum bekommen kann, ohne sofortiges Urteil von Erwachsenen. A-ha, Bananarama und Tears for Fears hielten Einzug in den Haushalt. Der Autor begann auch optimistische Lieder anders zu hören, die er zuvor leicht abgetan hatte.
Wie Kinder die Sicht des Autors auf bekannte Lieder veränderten?
Die Kinder halfen ihm nicht nur, unbekannte Interpreten zu entdecken. Sie brachten ihn auch dazu, Musik neu zu bewerten, die er kannte, aber nicht für beachtenswert hielt.
Als sein ältestes Kind Kokomo von den Beach Boys für die Abschlusspräsentation im Kindergarten wählte, wurde dem Autor klar, dass der Pop der Achtziger nicht nur ein kurzer familiärer Umweg war. Queen klangen nun fröhlich und außergewöhnlich, nicht wie übertriebene Pose. Belinda Carlisle und die Bangles nahm er nicht mehr als Interpreten bedeutungsloser Lieder wahr. Cyndi Lauper fand er genial, und Cheap Trick waren seiner Meinung nach überhaupt nicht schlecht.
Eine andere Sicht gewann er auch auf David Bowie. Als seine reichste Schaffensphase betrachtete er nicht die Alben von Hunky Dory bis Low, sondern die ersten drei Titel des Albums Let's Dance. Er erinnerte sich auch an die gemeinsame Version von Dancing in the Street, die Bowie mit Mick Jagger aufgenommen hatte.
So können Kinder den Eltern helfen, etwas Neues zu entdecken, aber auch Dinge erneut zu hören, die sie bereits kennen. Der Geschmack des Kindes muss dabei keine Anleitung sein, damit die Eltern ihren eigenen ändern. In dieser Geschichte war er eher eine Einladung, ohne schnelles Urteil zu hören.
Was beeinflusst den Geschmack eines Kindes?
In der Erfahrung des Autors wird die Musikauswahl der Kinder durch die gemeinsame Streaming-Bibliothek und deren Algorithmen, durch die Eltern sowie durch Musik von Sportereignissen beeinflusst. Diese Einflüsse beschreiben eine Familie; sie bedeuten nicht, dass alle Kinder dieselbe Musik hören oder dass Eltern ihre Auswahl an die Kinder anpassen müssen.
In die musikalische Welt des Autors gelangten Chappell Roan, Raye, Sea Shanties – Seemannslieder – sowie moderner Folk. In seiner Erzählung stehen zeitgenössische Stücke neben älteren Liedern und Genres, die er selbst vielleicht nicht gesucht hätte. Diese breite Palette zeigte ihm, dass sich der Musikgeschmack von Kindern nicht in eine einzige Schublade stecken lässt.
Auch die Eltern spielten eine Rolle. Die Kinder hörten Musik bei Sportereignissen, und so fanden zum Beispiel The Killers, MGMT oder Summer of '69 Eingang in die Familienauswahl. Die gemeinsame Streaming-Bibliothek wiederum beeinflusste die Empfehlungen der Algorithmen: In die angebotenen Titel flossen sowohl die Entscheidungen der Eltern als auch die der Kinder ein.
Bei der Frage, wie man ein Geschenk für ein Kind auswählt, ist es daher hilfreich, zwischen dem zu unterscheiden, was es selbst sucht, und dem, was aus der Umgebung zu ihm gelangt. Wenn Sie nicht wissen, was es an etwas fasziniert, fragen Sie nach. Das ist eine praktische Hilfe beim Nachdenken über die Interessen des Kindes, keine Behauptung, dass jede heutige Wahl dauerhaft sein muss.
Wie lässt man ein Kind seinen eigenen Geschmack entwickeln?
Der Autor vergleicht seine eigene Erfahrung mit Musikszenen damit, wie seine Kinder Musik wahrnehmen. Ihm fehlen die klaren Grenzen und Gruppen, die in seiner Jugend wichtig waren. Ihr Weg ist jedoch ihr eigener, keine Fortsetzung seiner Geschichte.
Kinder entwickeln ihre musikalische Identität aus dem, was sie zur Hand haben und was sie anspricht: aus zeitgenössischem Pop, älteren Liedern, Sea Shanties und modernem Folk. Sie muss weder den Geschmack der Eltern kopieren noch der Vorstellung entsprechen, dass wichtige Musik immer ernst sein muss.
Genau hier kehrt die persönliche Betrachtung zur einleitenden Fahrt zurück. Der Autor räumt ein, dass Lieder, die aus Freude gewählt wurden, Bestand haben können. Seine Kinder haben ihn gelehrt, weniger zu urteilen und mehr darauf zu achten, was ihnen an Musik Spaß macht. Bei der Geschenkauswahl kann dieselbe Haltung einfach bedeuten, beim Interesse des Kindes zu beginnen, auch wenn man selbst etwas anderes wählen würde.
Häufig gestellte Fragen
Wie finde ich heraus, was ein Kind wirklich mag?
Beobachten Sie, was es selbst wählt und zu welchen Aktivitäten, Themen oder Liedern es immer wieder zurückkehrt. Wenn Sie nicht wissen, was es daran fasziniert, fragen Sie es. Das ist ein praktischer Weg, um sich bei der Geschenkauswahl auf sein eigenes Interesse zu stützen, nicht auf Ihre Vermutung.
Was, wenn sich der Geschmack des Kindes von meinem unterscheidet?
Ein unterschiedlicher Geschmack muss kein Hindernis sein. Versuchen Sie, Ihre eigene Vorstellung davon, was interessant oder wertvoll ist, von dem zu trennen, was das Kind anspricht. Die Geschichte des Autors zeigt, dass die Wahl des Kindes den Eltern helfen kann, auch Musik, die sie bereits kennen, neu zu bewerten.
Wie beeinflussen Eltern und Streaming-Empfehlungen den Musikgeschmack von Kindern?
In der Erfahrung des Autors spielen die gemeinsame Streaming-Bibliothek und Algorithmen, Eltern sowie Musik von Sportereignissen eine Rolle. Es handelt sich um eine Beschreibung seiner Familie, nicht um eine allgemeine Regel für alle Kinder.
Wichtige Erkenntnisse
- Wenn Sie über ein Geschenk nachdenken, achten Sie auf die eigenen Entscheidungen des Kindes und die Interessen, zu denen es immer wieder zurückkehrt.
- Kinder müssen Musik oder andere Erlebnisse nicht danach beurteilen, was die Eltern für "cool" oder wertvoll halten.
- Der Geschmack des Kindes kann den Eltern helfen, neue Musik zu entdecken und bereits bekannte neu zu bewerten.
- In der Erfahrung des Autors beeinflussten die Streaming-Bibliothek und Algorithmen, Eltern sowie Musik von Sportereignissen die Musikauswahl der Kinder.
- Der musikalische Weg der Kinder gehört ihnen; er muss nicht die Erfahrung oder den Geschmack der Eltern kopieren.
Praktische Tipps
- Achten Sie darauf, was das Kind selbst wählt und zu welchen Interessen es zurückkehrt.
- Wenn Ihnen nicht klar ist, was ihm an einer bestimmten Sache Spaß macht, fragen Sie es.
- Bei der Auswahl eines Geschenks trennen Sie Ihren eigenen Geschmack von dem, was das Kind selbst zeigt.
